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Korrespondenz zu Hodenkrebs: Mails von Hodenkrebs Betroffenen! Hodenkrebs

Du hast Hodenkrebs, bist ein Betroffener? Du hast Angst?

Vielleicht hilft es Dir weiter, wenn Du Dir die nachfolgende Korrespondenz, die ich mit verschiedenen anderen Betroffenen habe, einfach mal durchliest.

Hier gibt es nicht einzelne statische Fragen, sondern eher einen Verbund aus Fragen, Beschreibungen und Gefühlen. Hier kommt mehr zum Ausdruck als in einzeln gestellten Fragen. Solltest Du mir schreiben wollen, so kannst du das gerne per Kontakt-Formular oder tun.

Habe keine Angst! Sei mutig und stark! Das Leben geht jetzt Schritt für Schritt weiter und ein Ende ist nicht in Sicht! - Fang an zu leben und freue Dich über alles!


Die Fragen/Mails:

Fragen zu Hodenkrebs E-Mail von "O." (Mann)

Fragen zu Hodenkrebs E-Mail von "N." (Frau)


Die Antworten/Rückmail's:


Frage zu Hodenkrebs >>> E-Mail von "O." (Mann) <<<

Hallo, ich wollte eigentlich nur meinen Respekt für diese Seite ausdrücken.
Ich habe das selbe Problem wie Sie gehabt aber bin bis heute nicht ganz darüber weg. Meine Erkrankung begann im Sept. 92 mit einem Hodenkarzinom links. Dann folgte die damals Übliche Vorgehensweise: Entfernung des linken Hodens durch die Leiste, 5 Zyklen Chemo per ZVK (ZentralerVenenKatheder). Danach restrektive Lymphknotenadektomie des gesamten Bauchraumes. Leider wurden beim Abschaben der Bauchschlagader auch einige feine Nervern verletzt. Seitdem bin ich zeugungsunfähig und die Innenseite meines linken Oberschenkels extrem Schmerzempfindlich. Irgendwie habe ich das alles nicht so richtig verkraftet und ich habe heute noch schwere psychische Probleme.
Die Erkrankung traff mich mit 18 !! Jahren und alle meine Träume zerplatzten durch Sie (Frau und Kind; Berufsausbildung ..) Naja ich finds auf jeden Fall gut das Sie so eine Seite ins Leben gerufen haben.
Ich bedanke mich schon mal im Vorraus.


Hallo O., danke für Deine E-Mail.

Tja, das mit dem Verletzen der Nerven kenne ich auch. Bei mir funktioniert dadurch dieser Muskel, der entweder Urin oder Samen durchlässt, nicht mehr. D.h., bei einem "Samenerguß" wird der Samen nach hinten in die Blase geleitet. Wenn wir nun Kinder bekommen wollten, so müssten wir dies durch eine künstliche Befruchtung tun. Den Samen müsste man dann aus dem Urin "ausfiltern".

Das mit der Psyche ist auch klar, schließlich haben wir so etwas wie eine sich mehrfach wiederholende Vergewaltigung erlebt. Außerdem passierte das alles gegen unseren Willen. Die Seele muß halt auch heilen. Mir hilft dabei sehr stark der Glaube an Gott und seinen Sohn Jesus Christus. Dies hat mir schon in so mancher schweren Stunde über den Berg geholfen - und es gab viele schwere Stunden.

Du sagst, dass alle Deine Träume zerplatzt sind. Meinst Du nicht das Du trotzdem eine Frau findest und eventuell doch Kinder haben kannst? Und beruflich muß man eben "umstricken".

Klar, das ist alles nicht so befriedigend oder nicht so wie man es wollte, aber was ist die Alternative?

Ich wünsche Dir viel Gesundheit, Mut, Hoffnung, Freude und Kraft.
Thomas.





Frage zu Hodenkrebs >>> E-Mail von "N." (Frau) <<<

Hallo. Vor ca 2 Monaten wurde bei meinem Freund ein Hodentumor festgestellt. Es war ein Nicht Seminom so das als Folge alle Lymphknoten aus dem Bauchraum entfernt wurden. Leider war 1 Lymphknoten positiv so das eine Chemotherapie PEB über 2 Zyklen notwendig ist dummerweise verletzte der operierende Arzt während der OP die Niere, so das sie 2 Tage später entfernt werden mußte. In ihrem Bericht habe ich nun gelesen das ihnen ebenfalls eine Niere entnommen werden mußte und danach noch eine Chemotherapie erfolgte. Jetzt würde mich interessieren wie ihre Niere das verkraftet hat?
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Alles Gute.


Hallo N., danke für deine mail.

Was bedeutet "dummerweise verletzte der operierende Arzt während der Op die Niere", sodass sie entfernt werden mußte. Bei mir war es so, dass der Harnleiter komplett von oben bis unten zerfressen war, sodass man die Niere nicht mehr "anbauen" konnte, und sie somit entfernt werden mußte.

Aber um auf deine Frage zu antworten:
Meine Niere hat dass sehr gut verkraftet. Der Crea-Wert ist allerdings erhöht. Er liegt meistens so zwischen 1,4 und 1,7. Für diese Situation relativ OK. Der Normalwert liegt unter 0,9. Aber dazu braucht man eben zwei Nieren.
Es ist so, dass die einzelne Niere jetzt die vollständige Arbeit für die zweite, fehlende Niere mitübernimmt. Das ist schon mal gut.

Natürlich ist die Chemo immer schlecht für die Niere, da sie ja über diese ausgeschieden wird. Dein Freund sollte, auch ohne Chemo, von jetzt an viel trinken, damit die Niere immer gut gespült wird! 1,5 bis 2 Liter pro Tag sollten es schon sein. Kann auch mehr sein.

Bei der PEB-Chemo wird vorher und nachher per Infussion "gespült". (Könnt euch mal den Ablaufplan auf meiner Homepage ansehen: (chemotherapie.html)

Während der Chemo immer auf Toilette gehen und raus urinieren. Zusätzlich kann man auch noch was trinken.

Nach dem Chemodurchgang, wenn möglich, auch noch was trinken, mehr kann man eigentlich nicht tun.

Ich wünsche euch alles Gute, viel Kraft und Gottes Hand über euch.
Ihr könnt mich ja auf dem laufenden halten, wenn ihr wollt.
Bis dann
Thomas





Hinweis: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich weder Arzt bin, noch eine vergleichbare Ausbildung besitze. Alle Antworten basieren allein auf meinen eigenen Erfahrungen mit Hodenkrebs und meinen Recherchen zu Hodenkrebs. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Ich übernehme keinerlei Haftung für die Richtigkeit meiner Antworten und der sich eventuell hieraus ergebenden Folgen!

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