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Behandlung eines Seminom Behandlungsarten bei Hodenkrebs

Die Behandlung des Seminom
Bei der Behandlung von Seminomen stehen, nach erfolgter Orchiektomie - und wenn es noch keinen Hinweise auf Lympfknotenmetastasen oder Absiedlungen in andere Organe gegeben hat (N0M0) - folgende mögliche Behandlungsmethoden zur Verfügung:


1) Wait-and-see-Strategie *
Es erfolgt erst einmal keine weitere Therapie bzw. Behandlung des Seminom, sondern man wartet ab und kontrolliert engmaschig. Für ca. 80 % der Patienten mit einem Seminom ist die Behandlung dann hier bereits zu Ende.

Ca. 20 % der Seminom-Patienten, haben jedoch im hinteren Bauchraum bereits kleinste befallene Lymphknoten, die in diesem Stadium jedoch weder bildlich noch über Tumormarker nachweisbar sind. Bei diesen Seminom-Patienten wird es also zu einem erneuten Wachstum des Seminom kommen.

Da bei sorgfältigen und engmaschigen Kontrollen, in regelmäßigen Abständen, ein Wachstum rechtzeitig entdeckt werden würde, kann sich der Seminom-Patient für diese Vorgehensweise entscheiden. Die Heilungschancen verschlechtern sich hierdurch nicht.


2) Vorbeugende Behandlung des Seminom wegen Rückfall Risiko
Möchte der Seminom-Patient das ca. 20 % Rückfall-Risiko verringern, so stehen für die prophylaktische Behandlung zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen die Bestrahlung und zum anderen die Chemotherapie.
2a) Bestrahlung des Seminom-Patienten
Die Bestrahlung erfolgt im hinteren Bauchraum entlang der Bauchschlagader. Hier befinden sich die eventuell befallenen Lymphknoten. Bestrahlt wird zwei Wochen lang, jeweils fünf Tage pro Woche.
2b) Chemotherapie des Seminom-Patienten
Es erfolgt eine Chemotherapie mit nur einem Medikament (Mono-Therapie). Eventuell wird noch eine zweite Chemotherapie verabreicht. Diese Form der Chemotherapie erfolgt ambulant.
Die Heilungschancen dieser bis hierher genannten Möglichkeiten liegen nahezu bei 100 %.


3) Sofortige Behandlung des Seminom-Patienten
Bei folgenden Gegebenheiten sollte mit sofortiger Behandlung des Seminom-Patienten begonnen werden, da das Rückfallrisiko besonders hoch ist:
- Der Tumor (Seminom) im Hoden ist größer als 4 cm.
- Er ist bereits in das Hodennetz (Rete testis) eingewachsen.

Sind bereits Lymphknotenmetastasen im hinteren Bauchraum, bis zu 5 cm Querdurchmesser (N1-N2) vorhanden, wird hier mit einer höheren Dosis bestrahlt.

Sind die Lymphknotenpakete weiter ausgedehnt (N3) oder befinden sich bereits Metastasen in anderen Organen (M+), erfolgt entsprechende Chemotherapie.




* Andere Namen für Wait-and-see-Strategie:
Watch-and-wait Strategie, Surveillance-Strategie)


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